Kosten und Abrechnung

Behandlungskosten

Die Behandlungskosten in meiner Privatpraxis orientieren sich an der gesetzlich geregelten Gebührenordnung für Psychologische Psychotherapeuten und Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten (GOP). Eine detaillierte Kostenaufstellung nach GOP können Sie hier einsehen. Eine Vielzahl privater Krankenkassen und Beihilfestellen erstatten anfallende Kosten in einer Privatpraxis. In Ausnahmefällen ist die Erstattung ebenso von gesetzlichen Krankenkassen möglich, die Bedingungen sind hier individuell zu prüfen, einige Bedingungen sind hier aufgeführt.

 

Gesetzlich Krankenversicherte (GKV)

Behandlungskosten in Privatpraxen, d.h. Niederlassungen ohne Kassenzulassung, werden von den GKV im Regelfall nicht übernommen.

GKV Versicherte, die dringend einer Psychotherapie bedürfen, jedoch unangemessen lang auf einen Therapieplatz bei einem kassenzugelassenen Therapeuten warten müssen, können bei der GKV allerdings einen Antrag auf Kostenerstattung für eine Behandlung in einer Privatpraxis mit angemessenem Therapiebeginn stellen. Bei Genehmigung wird die Behandlung in meiner Praxis entweder vollumfänglich oder anteilig von der GKV finanziert. Bei der Antragsstellung unterstütze ich Sie. Bevor Sie einen Antrag auf Kostenerstattung stellen, vergewissern Sie sich, inwiefern Folgendes auf Ihre Lage zutrifft:

  • Haben Sie mind. 4-5  kassenniedergelassene Therapeuten aufgesucht und mehrfach Absagen für einen angemessenen Therapiebeginn erhalten?
  • Verfügen Sie über eine Bescheinigung eines Arztes, aus der die Notwendigkeit für eine Psychotherapie hervorgeht?

 

Auführliche Informationen zum Ablauf des Kostenerstattungsverfahrens finden Sie in der Broschüre der Bundespsychotherapeutenkammen (BPtk).

 

Privat Krankenversicherte (PKV)

Im Regelfall ist die Kostenübernahme durch private Krankenkassen unkompliziert.  Bei der Tarifvielfalt gibt es jedoch erhebliche Unterschiede im Antrags- und Erstattungsverfahren. Deshalb sollten vor Behandlungsaufnahme gebuchtes Leistungspaket und Bedingungen für eine Kostenerstattung in einer Privatpraxis geprüft werden. Bei der Antragsstellung unterstütze ich Sie gern.

 

Berufsgenossenschaften

Entwickelt sich ein psychisches Leiden z.B. durch einen Unfall an der Arbeitsstelle  (z.B. traumatische Störung durch einen Arbeitsunfall), besteht die Möglichkeit der Kostenübernahme durch die zuständige Berufsgenossenschaft. Bitte informieren Sie sich in diesem Fall direkt bei Ihrer Berufsgenossenschaft über das Antragsverfahren.

 

Beihilfestellen

Für Beamte ist die Kostenerstattung durch Beihilfestellung des Bundes, des Landes oder der Kommunen meist unproblematisch. Nähere Auskunft erhalten Sie direkt von Ihrer Beihilfestelle. Im Regelfall ist ein Antrag vom Behandler im Anschluss an die Probatorik notwendig.

 

Selbstzahler

Selbstzahler tragen die Behandungskosten ohne Gegenfinanzierung der Krankenkassen. Der Vorteil besteht darin, dass Diagnose und Inanspruchnahme einer Psychotherapie nicht an Krankenkassen, Ärzte oder Gutachter übermittelt werden. Nachteile, die aufgrund der Speicherung von Diagnosedaten bei der Krankenkasse entstehen, werden somit durch die selbstfinanzierte Therapie vermieden. Zu den Einschränkungen einer von der Krankenkasse erstatteten Psychotherapie zählen beispielsweise: 1) die Verweigerung einer Lebens-, Krankengeld- oder Berufsunfähigkeitsversicherung, da psychische Vorerkrankungen Ausschlusskriterien sind (worunter beispielsweise bereits Behandlungen von Prüfungsängsten-ICD F40- oder depressiven Verstimmungen  in Folge von Trennung oder Verlusten-ICD 10 F43.2- fallen würden) (BPtK). 2) Der Wechsel zu einer Privaten Krankenversicherung wird mit einer psychischen Vorerkrankung deutlich erschwert und es resultieren meist höhere Beitragssätze. 3) Für Beamte kann eine "psychische Vorerkrankung" die Beförderung maßgeblich behindern oder sogar unmöglich machen. Ausdrücklich sei darauf verwiesen, dass trotz Selbstzahlung einer Psychotherapie die Anzeigepflicht bei Verssicherungsabschluss (z.B. Krankenversicherung, Berufsunfähgikeitsversicherung etc.) besteht, ein Verschweigen stellt eine "Anzeigepflichtsverletzung" dar, die mit entsprechenden Leistungsausschlüssen und Kündigung verbunden ist.  

 

Kontaktaufnahme

Nachdem Sie mit mir Kontakt aufgenommen haben, melde ich mich bei Ihnen telefonisch zurück. In ca. 5-10 Minuten mache ich mir ein Bild über Ihr therapeutisches Anliegen und kläre Sie über mögliche Behandlungsoptionen und Abrechnungsbedingungen auf.