Psychotherapie - wozu?

In Lebenslagen, in denen psychische Probleme zu erheblichem Leidensdruck führen, ist das Aufsuchen professioneller Hilfe nicht weniger indiziert, als einen Facharzt bei einem organisch bedingten Leiden zu konsultieren.

Heute ist der Weg zum Psychotherapeuten/Psychiater/Neurologen weit weniger tabuisiert oder mit Schamgefühlen besetzt als es noch vor zwei bis drei Jahrzehnten der Fall war. Die breite Aktzeptanz und die angestiegene Nachfrage spiegeln sich auch in den Wartezeiten auf einen Therapieplatz wider.

 

Nach einer Umfrage der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtk) 2011 müssen Patienten im Durchschnitt mit 3 Monaten Wartezeit vom Erstkontakt bis zur ersten Sprechstunde mit einem Fachmann rechnen. Weitere 3 Monate vergehen, bis die eigentliche Therapie beginnen kann. In der Umfrage der ZEIT im Jahr 2014 gaben 54% der befragten Patienten aus Sachsen an, bis zu 3 Monate auf den Therapiebeginn gewartet zu haben, bei 32 % der Befragten lag die Wartezeit bei 6 Monaten und mehr.

 

Therapeut ist nicht gleich Therapeut!

Deshalb dürfte es nach absolvierter Wartezeit nicht selbstverständlich sein, auch gleich an den persönlich und fachlich geeignesten Therapeuten geraten zu sein. Apropos "Therapeut". Die Studienlage spricht dahingehend eine eindeutige Sprache:

 

Der Erfolg einer Psychotherapie hängt weniger von der Behandlungsmethode als viel mehr von der Person des Therapeuten ab.

 

Aufgrund des gewichtigen Einflusses des Therapeuten auf das Behandlungsergebnis, widme ich mich dieser Thematik in der Rubrik "Begünstigende Faktoren" ausführlicher.  

Aufklärung über Behandlungsformen, Vor- Nachteile bestimmter Methoden und evtl. damit verbundener Risiken können den Weg zu einer gesunden Entscheidung fördern. Die Rubrik "Psychotherapie-Formen" geht auf wissenschaftlich anerkannte psychotherapeutische Schulen/Techniken und Behandlungsformen näher ein.

 

Die zunehmende gesellschaftliche Sensibiliserung für psychische Erkrankungen z.B. die psychosmatische Diagnostik in der Allgemeinmedizin, die Aufklärung von Krankenkassen oder der mediale Fokus um psychisch erkrankte Prominente liefert ihren Beitrag, die Schwelle für die Aufnahme einer psychotherapeutischen Behandlung weiter herabzusetzen. In der Allgemeinheit ist es wohl kein Geheimnis mehr, dass unbehandelte psychische Störungen zu erheblichen psychischen, körperlichen und sozialen Einschränkungen führen, womit Arbeitsausfälle und Einbußen an Lebensqualität einhergehen.

 

Psychotherapie ist ein wirksames Behandlungsvefahren bei psychischen Erkrankungen, das belegen verschiedene klinische Studien aus der Forschung und Statistiken der Krankenkassen. Sowohl für den Patienten als auch für das Gesundheitssystem sind professionelle Psychotherapieangebote gewinnbringende Investitionen.

 

Letzlich entscheidet jedoch der Patient selbst, ob der Schritt zum Psychotherapeuten lohnenswert ist oder nicht. Auf folgende Störungsbilder habe ich mein psychotherapeutisches Behandlungskonzept spezifischer ausgerichtet:

 


Störungsgruppe nach ICD 10


Erschöpfungssyndrom

Neurotische, Belastungs- und somatoforme Störungen

 

Affektive Störungen 



Spezifische Persönlichkeitsstörungen 

ICD 10 Codierung


Z73.0

 

F40 bis F48

 


F30 bis F39



F60 

 

Störungsbilder


umgangssprachlich "Burnout"

 

hierunter zählen z.B. posttraumatische Belastungsstörungen oder dissoziative Störungen

 

hierunter zählen z.B. depressive Störungen mit oder ohne manische Episoden

 

diese Störungsgruppe beinhaltet beispielsweise die emotional instabile Persönlichkeitsstörung (Borderline)



Selbstverständlich stehe ich für Behandlungsanfragen zur Verfügung, die sich nicht auf die  hier aufgeführten Störungsbilder beziehen. Treten Sie für eine Anfrage einfach mit mir in Kontakt.